{Film} The Quiet Ones

Donnerstag, 23. April 2015

Man leiht sich DVDs aus, legt sich Knabbereien und Süßkram zurecht, mummelt sich gemütlich in eine kuschelige Decke und im Kamin knackt das Zusammenspiel von Holz und Feuer bereits ganz vortrefflich - die Umgebung für einen Filmabend könnte für mich kaum besser sein. Die Filmauswahl übernahm Männchen, nach bestem Wissen und Gewissen. Die Titel klangen auch gar nicht schlecht...

Wie so manches im Leben, hielten aber auch diese nicht wirklich was sie versprachen. Seid also nicht überrascht, wenn nach dieser Review hier ziemlich bald auch noch eine zweite von mir zum Thema  Gruselfilme kommt. Gruselfilme an sich mag ich nämlich nicht nur - ich liebe sie! Oder würde sie lieben, wenn sie nicht wie die meisten anderen Filme auch wahlweise pünktlich zum letzten Dritten oder zum letzten Viertel hin stark abfallen würden. Ich habe hierzu sogar mal eine kleine Spaßgrafik zum Thema erstellt:

Natürlich stellt diese nun wirklich nur mein persönliches Empfinden dar, keine Frage und schon klar. Aber um die geht es im Moment ja auch.


Aber kommen wir zum eigentlichen Inhalt dieses Beitrags. Kommen wir zum Film "The Quiet Ones", also "Die Stillen".  
Eines vorne weg: ich habe nicht die leiseste Idee wieso dieser Film ausgerechnet diesen Namen verliehen bekam.





Filmbeschreibung (Rückentext DVD)

"Paranormale Phänomene sind das Resultat von negatier menschlicher Energie! Aufgrund dieser Theorie wagt ein unorthodoxer Professor mit seinen besten Studenten ein gefährliches Experiment: Das Heraufbeschwären eines Poltergeistes! Scheinbar ohne Gewissen führt die Gruppe eine Reihe von Tests an einer jungen Frau durch. Ihr Ziel: Ihren Verstand zu brechen, sie in den Wahnsinn zu treiben und so einen Dämon in ihr herauf zu beschwören. Doch das Jahrtausende alte Böse ist schon längst nicht mehr aufzuhalten. Als sich der Dämon das erste Opfer holt, geraten die heraufbeschworenen dunklen Mächte völlig außer Kontrolle..."



Meine Meinung

Der Trailer sieht ja ganz vielversprechend aus! Und ich muss gestehen, die ersten ca. 2/3 des Films war ich auch sehr angetan. Schließlich beginnt die Reise in Oxford, bietet damit also schon zu Beginn ein großartiges Ambiente. Eben dieses wird dank der Ausstattung allerdings den gesamten Film über auf hohem Niveau gehalten. Hier kann und will ich wirklich nicht meckern. Denn sowohl an der Universität als auch in der späteren Location (alte veralssene Villa) als auch in den Außenaufnahmen kommt ziemlich Stimmung auf.

Von den Schauspielern bekommt man zudem eine recht gute Arbeit zu sehen. Hervorsticht auf jeden Fall natürlich Jared Harris, der dem ein oder anderen zum Beispiel aus Sherlock Holmes: Spiel im Schatten oder auch einem seiner wirklich vielen anderen Filme in guter Erinnerung sein sollte. Er ist es auch der den erwähnten "unorthodoxen Professor" mimt.
An seiner Seite agieren als "seine besten Studenten" Sam Claflin (den kennt jetzt wirklich fast jeder, oder?), Erin Richards und Rory Fleck-Byrne sowie Olivia Cooke als die "junge Frau".

Abgesehen von den Settings versteht es sowohl die Musik als auch die Geschichte vorerst durchaus ein unbehagliches Gefühl zu erzeugen. Leider verliert sich letzteres allerdings zunehmend selbst und hat ehrlichgesagt auch nur lose mit dem zu tun, was auf dem DVD-Rücken steht.

Denn: der Professor will gar keinen Dämon heraufbeschwören, glauben doch weder er noch seine Studenten zunächst überhaupt an jedwede "reale" Existenz des Paranormalen, sehen Poltergeist-Erscheinungen viel eher als Symptom ein psychischen Krankheit, die es zu heilen gilt. Das dafür aber mit durchaus inhumanen Mitteln die Schlafentzug, Drogen und Weiteres beinhalten.

Denn, so die Theorie: Der Wahnsinn muss zuerst manifestiert werden um ihn vom Kranken zu trennen und dann in nichts aufzulösen. Blöd nur, wenn der vermeintliche Wahnsinn dann doch ein sumerischer Dämon ist.

Klingt verworren? Ist es auch. Zudem sich der Film auch nie wirklich entscheiden kann ob es nun um Besessenheit, Poltergeist-Aktivität oder einen unabhängig agierenden Dämon geht. Dafür gibt es mal wieder das allseits beliebte Stilmittel der angeblichen "wahren Begebenheit", die als Hintergrund herhalten darf.

Ein erstes Stimmungs-Aus gab es für mich übrigens als -ACHTUNG ab hier gibts SPOILER, zu erkennen an kursiver, grauer Schrift- während einer "Bessenheitsattake" der jungen Frau plötzlich eine Art Plasma-Tentakel aus ihrem Mund geschossen kommt und in der Gegend herumfuchtelt, nur um kurz darauf zu verschwinden. Aber klar, war ja nur eine sehr interessante, überhaupt nicht paranormale Erscheinung die einen gewissen Behandlungserfolg darstellt (interessante Ansicht für jemanden der nicht an übersinnliche Dinge glaubt, oder?). Abgehsehen davon, dass ich solcherlei Szenen immer total albern finde.

Zwischenzeitlich nimmt der Film dann wieder umfassend an Fahrt auf, baut wieder eine dezent bedrohliche Stimmung auf und ist ganz nett anzusehen, trotz einiger Längen.

Gegen Ende wird es dann nochmal reichlich verworren und es kommt nun auch "endlich" das lang erwartete Kill-Finale, wie man es von solcherlei Filmen ja gewohnt ist. Danach ist man nicht wirklich schlauer als am Anfang, aber immerhin sind alle Tot. Naja, so mehr oder weniger.

Was mir blieb, war ein großes Fragezeichen, dank einiger Ungereimtheiten, bzw. Unschlüssigkeiten, die ich sooo oft in Filmen bemerke und die Teil dessen sind, wieso sie (wie Anfangs erläutert) gegen Ende so oft einen Steilhang hinabfahren. Offene Fragen? Mag ich nicht besonders, wenn es sein muss finde ich sie bis zu einem gewissen Grad aber Verkraftbar. Ungereimtheiten und Logiklücken? Mag ich nicht, vor allem letzteres kann ich nicht leiden und ich frage mich immer und immer wieder:
Wieso? Ging den Machern das Geld aus? Hatte keiner mehr Bock drauf? Wieso haben sie niemandem das Ende vorab zu lesen gegeben und falls sie das getan haben: wieso haben die ihnen wiederum nicht gesagt, dass das Käse ist? Fragen über Fragen.



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Kommentare:

  1. Great blog♥

    How about follow each other?
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  2. Sehr verwirrend. Solche Filme mag auch ich nicht...

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