Shopping-Ban Challenge 2015

Montag, 9. Februar 2015

Wer ganz genau hier liest, hat vielleicht entdeckt, dass ich jedes Jahr eine kleine Einkaufs-Verbot-Herausforderung annehme. Ausgesprochen von mir selbst. Wieso ich das tue hat mehrere Gründe.

Zum einen tue ich das gerne, wenn ich finde, das ich in letzter Zeit genügend ausgegeben habe, zum anderen um mir das was ich habe bewusster zu machen und zu guter letzt auch deshalb, weil ich eigentlich soviele Sachen habe, das ich nicht ständig irgendwas kaufen sollte. Ich meine, nicht, dass ich die Sachen die ich mir erstehe nicht wertschätzen würde, nur finde ich, dass ich das noch mehr könnte und überhaupt geht mir einfach der Platz aus, weil aussortieren nunmal auch nicht gerade einer meiner Stärken ist - zumindest, wenn es um Klamotten, Schuhe, Accessoires oder Taschen oder oder geht.

Gerade als ich so eine Shopping-Ban Herausforderung zum ersten Mal gemacht hatte, viel mir auf, welchen Kur-Charakter sie in ihren Nachwirkungen doch auf mich hatte. Denn es war nicht so, dass ich sobald die Herausforderung bestanden und das Verbot aufgehoben gewesen wäre, mich auf alles gestürzt hätte, das zu Verkaufen war. Ganz im Gegenteil. Und das war auch gut so.
Leider hebt sich diese Nachwirkung irgendwann auch wieder auf, wie sich der Effekt jeder Kur aufhebt, sobald man in alte Muster zurückfällt. An dieser Stelle wäre die einzige logische Schlussfolgerung, meine Gewohnheiten komplett zu ändern. Da ich aber eine Frau bin und zum Glück nicht immer logisch handeln muss, tue ich das nicht von heute auf morgen.

Aber ich mache wieder eine Kur. Und zwar eine längere. Genau genommen sogar die längste Kur, die ich in dieser shopping-Hinsicht bisher gemacht habe. Nämlich 3 Monate lang. Ja, kein halbes Jahr und kein drittel Jahr, sondern ein viertel Jahr. Wieso? Weil sie genau bis zu meinem Geburtstag läuft und ich das als gutes Datum empfinde. Schließlich gehe ich aktuell von meinem Gelingen aus und in diesem Falle hätte ich dann gleich zwei Dinge zu begießen! Mindestens. Vielleicht bekomme ich ja auch mal wieder eine Topfpflanze - man weiß ja nie.


Ganz oben in der ersten Zeile des Bildes hängt überigens deshlab ein halbseidenes "meine nicht so strenge", weil 3 Monate für einen Shopaholic wie mich in der heutigen Zeit in einer Wohlstandsgesellschaft wie der unsrigen kein Pappenstiel sind und ich am Ende einer Herausforderung ungern gleich das Gefühl haben möchte, "versagt" zu haben. Das wird die Wahrscheinlichkeit etwas länger durchzuhalten und zu wiederholen nämlich sicherlich nicht unbedingt steigern.


Aus diesem Grund gebe ich mir für jeden Monat ein kleines Budget, von dem unnötige Dinge die ich aber gerne hätte bezahlt werden können. Darunter fällt dann zum Beispiel einer neuer Nagellack oder eine neue Lidschattenfarbe, die ich ausprobieren möchte. Oder aber eben auch ein totaaaal tolles Kleid. Oder die Schuhe, nach denen ich schon mein halbes Leben lang suche und die einfach soo süß sind. Deko natürlich auch. So, wie das eben so ist. Aber halt in einem festen Rahmen, den ich versuche nicht auszureizen. Gegenwärtig schweben mir da 100 € vor. Klingt auf Anhieb erstmal viel, aber viel ist nunmal auch relativ. Für einen Schüler ja, für jemanden in Vollzeit jetzt nicht die Welt. Alltagsluxus läppert sich nämlich ganz schön.

Wir sehen also: es geht nicht darum, gar nichts zu kaufen, sondern vor allem auch darum, dies nicht kopflos zu tun, sondern ganz bewusst, bzw. noch bewusster. Natürlich spielt auch der Gedanke des Sparens mit ein. Ist ja auch ein schöner Nebeneffekt. Sollte ich allerdings einen Monat mal knapp drüber kommen, wäre das jetzt auch kein Zonk für mich. Denn es wäre ja noch immer gut.

Einen Kalender dafür führe ich natürlich auch. Den finde ich auch ganz ansehnlich, aber ein Meilenstein der Kalendergestaltung ist er auch nicht gerade. Aber muss er ja auch nicht. Ich meine, ich werde ihn ja auch irgendwann wenn ich fertig bin wegwerfen.
Den besten Count-Down-Kalender den ich kenne führt im übrigen Paloma in "Die Eleganz der Madame Michel".
In meinem Kalender gibt es am Ende jedes shopping-frei vergangenen Tages brigens ein Kreuzchen. Und wie die Tage verstreichen, sollen sich die Kreuzchen mehren.
Am linken Rand jedes Monats notiere ich übrigens meine Ausgaben, jedes Mal, wenn ich welche im "Luxus"-bereich tätige. Dann sehe ich auch ganz genau, wieviel es jedes Monat war.
Übrigens müsst ihr jetzt auch keine Angst haben, hier gibt es jetzt nicht nur mehr "Challenges" zu sehen, die hier sollte für die nächste Zeit schon die letzte sein ;-)


Was haltet ihr von solchen Herausforderungen? Habt ihr selber schon eine gemacht?
Falls jemand interesse dabei hat mich dabei zu begleiten und es mir gleich zu tun, tut das und lasst uns gemeinsam eine shopping-ban Challenge durchstehen, es müssen ja nicht gleich 3 Monate sein, vielleicht macht ihr auch einfach nur einen Monat lang mit!

1 Kommentar:

  1. Das klingt richtig toll - ich finde solche Challenges im Allgemeinen sehr gut. Vor allem in dieser Gesellschaft, wir verschwenden einfach viel zu viel. Ich habe auch lange einfach gekauft und gekauft und irgendwann habe ich dann mein eigenes Geld verdient und zugleich meine Ansprüche hochgeschraubt. Dann musste ich auch mein Shoppingverhalten umstellen ;D

    Viel Erfolg bei der Challenge - und teil deine besonderen Fänge mit uns :D

    Liebe Grüße und einen schönen Abend noch,
    Casey

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