GODZILLA 3D

Montag, 19. Mai 2014

Ich glaube ausnahmsweise mal nicht, dass es bisher schon so rübergekommen ist, aber ich bin ja eingefleischter Monster-Film-Fan. Ich bin zwar kein "Nerd" in der Hinsicht, der mit sämtlichen Hintergrund-Infos glänzen könnte, allerdings liebe ich sie trotzdem nicht weniger. 
Was die natürliche Folge nach sich zog, dass ich voll und ganz aus dem Häuschen war, als ich hörte, dass ein neuer GODZILLA Film anstand. Vergangenen Donnerstag war es dann so weit, Kinostart. 

Das hieß Freitagsabendunterhaltung vor Leinwand. Letzte Reihe. Knabbereien. Mentos Fruit. Was sonst?

Ich meine, es ist ja schon allein der Moment, kurz bevor es los geht. Wenn die Lichter ausgehen und das allgemeine Gemurmle in ein gedämpftes getuschel übergeht, bevor die Kinogänger vollkommen verstummen und sich nach Möglichkeit für die nächsten Stunden und Minuten voll und ganz in einer Geschichte zu verlieren.



Damit ihr auch ein wenig in das Godzilla-Feeling kommt, habe ich noch den Asia Trailer angehängt. Falls ihr euch nun fragt, wieso ich ausgerechnet den ASIA Trailer anhänge, statt einen anderen, dann sei gesagt: weil ich ihn am besten finde. Er ist zwar ca. 1 Minute kürzer, dafür aber sieht man auch mal was von den Monstern. Wer mehr will, dem empfehle ich einfach mal Youtube (oder das Kino).

Aber nun mal zum Film, der sich wunderbarer Weise genau 60 Jahre nach dem allerersten Godzilla Film die Leinwand als Alpha Prädator untertan macht.

Die Geschichte:
Bei Minenarbeiten auf den Philippinen stürzt der Boden ein, einige Experten werden zu Rat geholt, da sich darunter eine gigantische Höhle befindet, in der neben einem gigantischen Skellett auch zwei Sporen gefunden werden - eine verlassene sowie eine ruhende.
Ortswechsel: Joe und Sandra Brody leben zusammen mit ihrem kleinen Sohn Ford in Japan. Die beiden arbeiten dort als (ich denke) Ingenieure in einem Atomkraftwerk, der Sohn besucht die Schule. Schon seit einer Weile beobachtet Joe ein "Muster", dass er anfänglich für eine seismische Eigenart hält, bald jedoch schon als weitaus kritischer Einstuft und daher beim "Chef" eine vorübergehnde Abschaltung des Kraftwerks erwirken will, bis Gefahren ausgeschlossen sind. Seine Frau schickt er, während er das Gespräch sucht, bereits in Schutzkleidung und einer Gruppe "runter".
Unmittelbar darauf kommt es zum Unglück, Strahlung tritt aus. Joe eilt hinunter um das Tor manuel schließen zu können, sobald seine Frau nebst restlicher Besatzung in Sicherheit sind, leider ist die Wolke schneller und er schließt in letzer Sekunde das Tor - tragisch tragisch: wenige Sekunden darauf ist seine Frau mit der verbliebenen Mannschaft am Tor und er sieht sie noch durch das Sichtfenster, wissend, dass alle dahinter unweigerlich dem Tod geweiht sind.
Das Kraftwerk stürzt anschießend ein, der Sohn beobachted dies von Klassenzimmer aus durch das Fenster.

Viele Jahre später hat Ford selbst Frau und einen kleinen Jungen, sie leben in San Francisco. Er kommt gerade von einem Militäreinsatz nach Hause, wird allerdings noch am selben Abend angerufen, um seinen Vater aus der Untersuchungshaft in Japan abzuholen - er wurde wiederholt im Sperrgebiet um das Kraftwerk angetroffen (fragt mich nicht, wie er das einstürzende AKW überlebt hat).
Der brave Sohn macht sich natürlich sofot auf den Weg und holt Vati da raus - um festzustellen, dass dieser wohl an der Schwelle zum Wahnsinn steht. Der Tod Sandras hat ihn nie los gelassen, noch immer ist er auf der Suche nach Antworten, hält das "Muster" von damals mittlerweile für eine "Unterhaltung". Um zu beweisen was er glaubt, bittet er seinen Sohn noch ein letzets Mal mit ihm in die Sperrzone zu kommen, zum einem um Abzuschließen, zum anderen um seine Disketten zu sichern und auch ein Bild seiner Frau zu holen, da dies durch die überstürzte Evakuierung nicht möglich war. Genervt willigt er ein.
Dort angekommen stellen sie schnell fest, dass in der "verseuchten" Sperrzone keinerlei Strahlung existiert. Sie finden ihr reichlich verfallenes früheres Haus und dort auch die entsprechenden Unterlagen. Auf dem Rückweg werden sie von Hubschraubern abgelenkt, die sie stutzig machen, noch bevor sie zu einem Schluss kommen, werden sie allerdings von Militärkräften aufgegriffen, die sie zum AKW bringen, in der die Spore von damals eine neue Daseinsform gewählt hat, die ich am ehesten mit einer "Puppe" vergleichen kann, wobei das sicherlich der falsche Ausdruck ist. Diese Spore/Puppe gibt derzeit das exakt gleiche "Muster" wieder, wie "damals". Die Tatsache, dass Joe einer der wenigen Überlebenden des AKW's ist, macht ihn für den Wissenschaftler Dr. Serizawa interessant, weil dieser sich wiederum Antworten von Joe erwartet, der in einem provisorischen Verhörraum festgehalten wird.
Noch bevor in dieser Hinsicht etwas erreicht werden kann, "schlüpft" der gigantische "Muto". Trotz der Sicherungsmaßnahmen schafft dieser es ohne weiteres sich zu befreien und startet eine wütende Zerstörungsorgie, bei der klar wird, dass er elektromagnetische Impulse verursachen kann, die jedwede Elektronik im Umkreis lahm legt. Joe und Ford können ins Freie entkommen, für Joe endet die Flucht allerdings unglücklich, er wird lebensgefährlich verletzt.

Der Muto indes wird immer lebendiger und setzt sein ominöses Rufen fort, was ziemlich schnell auch den titelgebenden "Alpha Prädator" auf den Plan ruft - und das Muto-Weibchen.

Was nun kommt, werde ich nicht mehr verraten, aber natürlich Geballere, Zerstörung und Monster. Was auch sonst ;-)

Meine Meinung:
Meines Erachtens nach ein überaus gelungener Monsterfilm, der sich im Gegensatz zum ziemlich frei interpretierten Roland Emmerisch-Godzilla von 1998 auch deutlich mehr an der japanischen Vorlage orientiert und damit auch ganz gut fährt. Als wirklich gut empfand ich Bryan Cranston (Malcom mittendrin, Breaking Bad), bei dem ich es wirklich bedauerte, dass seine Rolle so bald den Filmtot sterben musste (uh, Spoiler).
Die Monster sind recht ansprechend designed und bewegen sich mit einer wunderbaren Selbstverständlichkeit in ihrer Zerstörungswut durch diverse Orte, bis das Finale dann auch mal in San Francisco statt im ewigen Los Angeles, New York oder Washington ein furioses Ende findet.

Sehr schön: Bevor Godzilla zum ersten Mal feste Erde betritt, gibt's erstmal einen gewaltigen Tsunami, der seine Größe und Wucht eindrucksvoll veranschaulicht (ganz nebenbei handelt es sich hierbei übrigens auch noch um den "größten" Godzilla aller bisherigen Filme - aber so kennen wir die Amis schließlich auch "think big").
Besser machen hätte man natürlich auch einiges können, zum Beispiel mehr Monster und weniger Menschen. Dafür wiederum war der "Sound" großartig, gerade die Momente, in denen der gesamte Film nurmehr von einem alles verdrängenden Dröhnen erfüllt war haben mich beeindruckt.
Von mir also eine ganz klare Empfehlung! Zumindest, wenn man große Monster in Filmen mag.




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